Telefax 31.10.2007
Dr. Hans Penner • Diplomchemiker
D-76351 Linkenheim-Hochstetten • Lessingstr. 24
Tel: 07247-9472-62 • Fax: 07247-9472-63 • hanspenner@gmx.de • www.hanspenner.de
an den Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands,
z. Hd. Herrn ...
Sehr geehrter Herr ...,
die Evangelische Kirche stellt nach Schwangerschaftskonfliktberatungen Bescheinigungen aus, welche bei der gesetzwidrigen Tötung eines ungeborenen Kindes dem tötenden Arzt Straffreiheit ermöglichen. Diese unter Bundeskanzler Helmut Kohl eingeführte Regelung ist ein Erbe der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik.
Für die Ausstellung der kirchlichen "Tötungslizenzen" (Erzbischof Dyba) ist das Leitungsgremium der Evangelischen Kirche verantwortlich. Ich richte deshalb an Sie als Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland die dringende Bitte, sich für eine Beendigung der Ausstellung von kirchlichen Tötungslizenzen einzusetzen.
Mein Protest gegen die Art und Weise der kirchlichen Konfliktberatung hat folgende Gründe:
1. Die Ausstellung von Tötungslizenzen ist mit der christlichen Ethik unvereinbar. Jesus liebt die Kinder und will, daß man sie zu ihm bringt. Man kann Kinder nicht zu Jesus bringen, wenn man sie vor ihrer Geburt tötet. Die Praxis der Evangelischen Kirche führt zu einer Demoralisierung des Volkes, denn was nicht bestraft wird, gilt als erlaubt.
2. An der Gedenkstätte der von den Nationalsozialisten vernichteten Nürnberger Synagoge steht das Bibelwort: "Rette die, die zum Tode geschleppt werden; und die zur Schlachtung hinwanken, o halte sie zurück! Wenn du sagst: Siehe, wir wußten nichts davon! ist es nicht so: der die Herzen prüft, er merkt es, und der auf deine Seele achthat, er weiß es? Er vergilt dem Menschen nach seinem Tun." Dieses Wort gilt auch bezüglich ungeborener Kinder, die buchstäblich im Leibe ihrer wankenden Mütter zu den Tötungskliniken geschleppt werden, um dort geschlachtet zu werden.
3. Niemand bezweifelt, daß unerwünschte Schwangerschaften bisweilen schwere soziale Konflikte hervorrufen können. Es ist jedoch Rückfall in Barbarei, soziale Konflikte durch die Liquidierung des Sozialpartners zu lösen. Gesellschaftlich unerwünschte Personen für lebensunwert zu erklären, erinnert an nationalsozialistische Ethik.
4. Kirchliche Konfliktberatung ist Seelsorge, die vertraulich zu geschehen hat. Für Seelsorge Quittungen auszustellen, ist eine Perversion. Diese Quittungen werden nicht von den Mitgliedern des Rates der EKD unterschrieben, sondern von Personen, die von der Kirche wirtschaftlich abhängig sind.
5. Die "ergebnisoffene" Beratung der Evangelischen Kirche steht im Widerspruch zu den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes, welches verlangt, daß bei den Konfliktberatungen auf die Gesetzwidrigkeit der Tötung Ungeborener hingewiesen wird.
6. Die kirchliche Konfliktberatung ist ein kommerzielles Geschäft und keine Hilfe für die betroffenen Mütter. Von Natur aus will keine Mutter ihr Kind töten, vielmehr fühlen sich viele Mütter durch die gesellschaftlichen Umstände zu diesem Schritt gezwungen. Die kirchliche Beratungspraxis führt dazu, daß Krankenkassenmitglieder gegen ihre moralische Überzeugung gezwungen sind, die Tötungen zu finanzieren.
7. Nicht zuletzt fördert die Evangelische Kirche durch ihre Praxis die Islamisierung Deutschlands. Jährlich werden etwa 300.000 ungeborene Deutsche getötet. Die zwangsläufige demographische Folge ist, daß etwa ab dem Jahr 2035 mit einem islamischen Bundeskanzler gerechnet werden muß.
Wenn die Kirche eine "ecclesia semper reformanda" ist, dann ist der heutige Reformationstag ein Anlaß, verantwortungsbewußte Christen um eine Unterstützung dieses Appells zu bitten.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner
PS: Für Weiterleitungen dieses Schreibens bin ich dankbar. |