» Aufgrund des Tathergangs und der Tatsache, dass die Medien nicht sofort
» auf deutsche Täter hinweisen, konnte sich das ja ohnehin jeder denken,
Hallo Zitrone,
ja, das ist richtig. Aber auch, wenn die Presse von deutschen Tätern spricht, so kann es sich um eingebürgerte Ausländer oder um hier geborene Kinder von Ausländern handeln.
Ausländerkriminalität gegen Deutsche wurde (bisher) nur sehr selten in den Medien erwähnt, während Kriminalität von Deutschen gegen Ausländer oft im Mittelpunkt der Berichterstattung stand. Auch von "No Go-Areas" wird in der Regel nur berichtet, wenn die Täter assoziale deutsche Glatzköpfe waren, nicht aber im Zusammenhang mit ausländischen Jugend-Gangs und Gebieten, in die sich deshalb abends keine Frau mehr alleine traut.
Und wenn Du Dir mal die Pressemeldungen auf
http://www.presseportal.de/polizeipresse
anschaust, dann fällt noch etwas auf. Du findest etliche Treffer für "Russlanddeutsche" bzw. "Deutschrussen", nicht aber vergleichbare Begriffe für Jugendliche Täter türkischer Herkunft. Während die Polizei die Anweisung hatte, die ausländische Herkunft von Straftätern in der Regel nicht zur erwähnen, ergab sich eine Ungleichbehandlung von Straftätern nach deren Herkunft. Erwähnt (und somit ins Blickfeld als Straftäter gerückt) wurden meist nur die Kinder von Spätaussiedlern aus Russland, während die hier geborenen Kinder von Türken in der Verbrechensstatistik klammheimlich als deutsche Täter erscheinen.
Für den aufmerksamen Beobachter war also schon lange klar, daß die (Gewalt-)Kriminalität von Ausländern deutlich höher ist als in den Medien direkt zu sehen - dennoch beruhigt es mich nicht unbedingt, wenn nun der Mantel des Schweigens weggezogen wird.
Warum?
Da ist zum einen der unterschiedliche Umgang mit Kriminellen innerhalb der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Wenn deutsche Assoziale tätlich gegen Ausländer werden, dann gibt es rasch Lichterketten und Demos mit der Grundaussage "Raus mit diesen deutschen Schweinen". Um umgekehrten Fall geschieht kaum etwas bzw. wenn, dann ist die Aussage eine andere "Bitte schließt nicht von denen auf uns". Deutsche grenzen ihre Straftäter also wesentlich mehr aus, während es bei vergleichbaren Demos nach ausländischen Straftaten eher um Schadensbegrenzung geht. So sind die Rufe "Nazis raus aus Deutschland" auf deutschen Demos allgegenwärtig, während ich vergleichbare Rufe auf ausländischen Demos (sinngemäß z.B. "Kriminelle ausl. Jugend-Gangs raus aus Deutschland" ) bisher vermisse.
Das heißt, der Umgang mit Gewalt bzw. Gewalttätern ist bei Deutschen und bei Ausländern unterschiedlich. Gerade südländische/moslemische Ausländer lassen sich durch Straftaten Einzelner ihr Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nehmen, und es fällt auch auf, daß es bei terroristischen Aktivitäten von Ausländern fast keine Hinweise von Landsleuten gibt, die entsprechenden Hotlines (mit muttersprachlichen Ansprechpartnern) bleiben stumm.
Daraus folgt: Je mehr deutsche Täter von den Medien in den Mittelpunkt gestellt werden, desto mehr sinkt die Selbstachtung und der Zusammenhalt der Deutschen.
Wenn nun über ausländische Täter genauso berichtet wird wie bisher schon über deutsche Täter, so hat dies einen anderen Effekt. Die Ausländer werden nicht Teile ihrer Landsleute ausgrenzen oder deren Rauswurf fordern, die Auswirkungen der neuen Berichterstattung sehe ich eigentlich nur auf Deutsche, und hier könnte sich noch einiges an Gewaltpotential entwickeln. Und statt den Zusammenhalt zu fördern (ich halte die ausländische Reaktionsweise übrigens prinzipiell für besser als die deutsche Reaktionsweise!) wird der Ruf nach einem starken Staat immer stärker werden. Einem starken Staat, dessen evtl. zunehmende Übergriffe man akzeptieren wird, da der Zusammenhalt immer weniger wird.
Die Alternative (Zusammenhalt, beginnend mit starken Familien) wird nicht gewählt, sondern das Gegenteil, so daß die Gesellschaft gewalttätiger, zerrissener und gleichzeitig lenkbarer wird für diejenigen, die durch die Medien das Meinungsbild prägen.
Viele Grüße
Johannes --- "Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen" |