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Johannes(R)

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05.12.2007, 22:57
 

Hamsterkäufe - so schnell geht Tankstellen der Sprit aus (sonstige Themen)

Hallo,

Ihr habt es ja in den Tickern gelesen oder wart vielleicht auch selbst an leeren Zapfsäulen: Ein leicht geänderter Benzinpreis hat am Wochenende zu einer Art Hamsterkauf geführt, in dessen Folge 110 Tankstellen der Sprit ausging. Betroffenen waren vor allem Tankstellen im Rheinland und im Ruhrgebiet.

Ich denke, dies sollte für jeden Anlaß sein, sein Einkaufsverhalten und seine Vorratshaltung noch einmal zu überdenken. Wenn jetzt schon Tankstellen schließen müssen, weil sich das Preisgefüge minimal ändert und dadurch Hamsterkäufe entstehen, wie wird es dann erst bei ernsthaften wirtschaftlichen Problemen aussehen?

Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein - aber da es doch immer noch Vorbehalte gegen Vorratshaltung gibt, hier die Antwort auf zwei häufige Argumente:

- "Wenn es 'kracht', dann kaufe ich mir noch schnell alles, was ich brauche"

Irrtum. Wenn morgen spontan der Strom ausfällt (sei es durch Unglück, Sabotage oder Streik), dann wirst Du nichts mehr kaufen. Denn dann gehen die Kassen in den Märkten nicht mehr. Und da auch die Tankstellen keinen Strom mehr haben, um das Benzin zu pumpen, wird es auch nicht viel helfen, wenn die Supermärkte das Geld ohne die elektronischen Kassen kassieren.

Und wenn ein Unglück kommt (Flut, Orkan, ...), dann kommt dies auch sehr spontan, und genau aus diesem Grund empfiehlt die Bundesregierung, einen Vorrat an Wasser und Lebensmittel zu halten für mindestens 14 Tage. Damit die Helfer sich zunächst auf die Verwundeten und die Schäden konzentrieren können, statt auch noch die versorgen zu müssen, die das Selbstverständliche nicht machen wollten (die Broschüre der Bundesregierung zur Notfallvorsorge könnt Ihr Euch z.B. hier laden, und Ihr könnt sie auch kostenlos gedruckt bestellen)

Der andere Punkt: Auch Lagerhaltung will gelernt sein. Selbst wenn Du es schaffst, im letzten Moment noch einen Sack Mehl etc. zu kaufen, was wird er Dir nützen? Hast Du es gelernt, selbst Brot zu backen? (auch ohne Strom?). Hast Du wirklich das passende da, um 14 Tage oder mehr zu überbrücken? Und wenn Du oder Angehörige in dieser Zeit krank werden, geht es dann auch ohne Arzt oder Apotheker?

Bitte denkt daran: Eine sinnvolle Vorratshaltung (für unsere Eltern/Großeltern noch selbstverständlich) ist ein Lebensstil und nichts, was man auf den letzten Moment aufschieben kann.

- "Warum einen Vorrat halten? Wenn es zu Problemen kommt, dann werden die Vorräte doch eh geplündert"

Und deswegen willst Du auf einen vernünftigen Vorrat verzichten ??? Bitte überleg Dir noch einmal gut, was Du hier sagst: Indirekt sagst Du doch, daß Du annimmst, daß die, die nichts haben, Dich nun plündern könnten. Und deshalb willst Du nichts da haben, das sie Dir nehmen könnten. Aber sieh es anders herum: Wenn Du nichts hast, von was willst Du oder Deine Angehörigen leben? Willst Du etwa diejenigen plündern, die so "dumm" waren, auf die Empfehlung der Bundesregierung zu hören? Das ist nicht Dein Ernst, oder? Jeder sollte sogar soviel im Keller (oder sonstwo) haben, daß er im Falle von Notfällen oder Katastrophen auch noch anderen helfen kann.

Viele Grüße

Johannes

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